Was bedeutet Grundfähigkeitsversicherung und Dread Disease am Beispiel der Bedingungen der “Canada Life”

Grundfähigkeitsschutz
Der Verlust von Grundfähigkeiten der versicherten Person im Sinne der Versicherungsbedingungen liegt vor, wenn die versicherte Person nach ärztliche Bestätigung infolge von Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall insgesamt mindestens 12 Monate lang ununterbrochen nicht fähig war oder nicht fähig sein wird mindestens
- eine der in A) oder
- drei der in B)
beschriebenen Aktivitäten ohne Hilfsmittel, ausgenommen vorhandene künstliche Gliedmaßen, durchzuführen.

A) Aktivitäten Beschreibung, wie die versicherte Person bei Ausführung der Aktivitäten beeinträchtigt sein muss

  • Sehen
    Die versicherte Person kann auf beiden Augen nicht sehen. Das heißt, die Restsehfähigkeit je Auge darf nicht mehr als 2/50 der normalen Sehfähigkeit betragen.
  • Sprechen
    Die versicherte Person kann nicht sprechen. Das heißt, sie ist nicht fähig, irgendein verständliches Wort auszusprechen.
  • Sich orientieren
    Die versicherte Person ist nicht fähig, sich zeitlich, örtlich und zur eigenen Person zu orientieren.
  • Hände gebrauchen
    Die versicherte Person ist weder mit der linken noch mit der rechten Hand fähig, einen Schreibstift zu benutzen und eine Tastatur zu bedienen.

B) Aktivitäten Beschreibung, wie die versicherte Person bei Ausführung der Aktivitäten beeinträchtigt sein muss

  • Hören
    Die versicherte Person kann nicht hören. Das heißt, sie ist nicht fähig, irgendein Geräusch wahrzunehmen.
  • Gehen
    Die versicherte Person kann keine Entfernung von 200 m über einen ebenen Boden gehend zurücklegen, ohne anzuhalten, um sich abstützen oder setzen zu müssen.
  • Treppen steigen
    Die versicherte Person kann nicht eine Treppe mit 12 Stufen hinauf- oder hinabgehen, ohne eine Pause von mindestens
    1 Minute zu machen oder sich an dem Treppengeländer festzuhalten.
  • Knien oder Bücken
    Die versicherte Person ist nicht fähig, sich niederzuknien oder soweit zu bücken, um einen leichten Gegenstand vom Boden aufzuheben und sich dann wieder aufzurichten.
  • Sitzen
    Die versicherte Person ist nicht fähig, 20 Minuten lang auf einem Stuhl ohne Armlehnen zu sitzen.
  • Stehen
    Die versicherte Person ist nicht fähig, 10 Minuten lang zu stehen, ohne sich abzustützen.
  • Greifen
    Die versicherte Person ist weder mit der rechten noch mit der linken Hand fähig, eine Flasche mit Schraubverschluss zu öffnen.
  • Arme bewegen
    Die versicherte Person kann nicht ohne Hilfestellung eine Jacke anziehen. Auf die Fähigkeit, eine Jacke öffnen oder schließen zu können, kommt es nicht an.
  • Heben und Tragen
    Die versicherte Person ist weder mit dem rechten noch mit dem linken Arm fähig, einen Gegenstand von 2 kg von einem Tisch zu heben und 5 m weit wegzutragen.
  • Auto fahren
    Der volljährigen versicherten Person kann aus medizinischen Gründen die Fahrerlaubnis für PKW nicht erteilt werden; sofern ein Führerschein auf sie ausgestellt war, muss dieser nachweislich aus medizinischen Gründen von der versicherten Person zurückgegeben oder ihr entzogen worden sein.

Der Verlust von Grundfähigkeiten der versicherten Person im Sinne der Versicherungsbedingungen liegt ebenso vor, wenn der versicherten Person in der gesetzlichen Pflegeversicherung oder in einer diese ersetzenden privaten Pflegeversicherung eine der beiden höchsten Pflegestufen (Pflegestufe II oder III nach dem Stand April 2002) zuerkannt wurde und ihr deshalb Ansprüche auf häusliche Pflegehilfe und/oder Pflegegeld zustehen.

Definitionen der 36 versicherten schweren Krankheiten

Allgemeine Hinweise:
Die in diesen Definitionen genannten Ärzte bzw. Fachärzte sind Ärzte bzw. Fachärzte, die in einem der folgenden Staaten (anerkannte Staaten) eine gültige staatliche Zulassung als Arzt bzw. Facharzt besitzen und aktives Mitglied der dortigen Ärztekammer sind: ein Mitgliedstaat der EU (Stand 2002), Australien, Island, Kanada, Liechtenstein, Neuseeland, Norwegen, Schweiz und USA. Auf Antrag können wir auch Ärzte anderer Staaten als qualifizierte Ärzte anerkennen. Eine für den Anspruch auf Leistung notwendige Diagnose bzw. Bestätigung muss endgültig und eindeutig sein sowie eine Begründung (ggf. auch die von uns ausdrücklich verlangten Begründungen bzw. Tests) enthalten. Soweit in den Definitionen besondere Unterlagen genannt sind, sind sie der Diagnose bzw. Bestätigung beizufügen.
Wir haben versucht, die Definitionen für Sie verständlicher zu machen, indem wir manchen Definitionen eine vereinfachte Erläuterung medizinischer Begriffe beigefügt haben. Diese vereinfachten Erläuterungen sind jedoch rechtlich unverbindlich. Der Anspruch auf Leistung hängt allein von der jeweiligen Definition, ggf. unter Berücksichtung von Ausschlüssen, ab.

  1. Herzinfarkt
    Das erste Auftreten eines Herzinfarktes, d.h. das Absterben eines Teils des Herzmuskels infolge unzureichender Blutzufuhr zum Herzmuskel (Myokard). Die Diagnose muss durch einen Kardiologen nach den Regeln der deutschen Gesellschaft für Kardiologie bzw. den entsprechenden in einem anderen anerkannten Staat angewandten Regeln und durch typische Brustschmerzen, erhöhte herzspezifische Enzyme und frische, typische EKG-Veränderungen nachgewiesen werden. Angina pectoris ist ausgeschlossen.
    Vereinfachte Erläuterung
    Ein Herzinfarkt (auch Myokardinfarkt) tritt auf, wenn infolge mangelnder Sauerstoffversorgung ein Bereich des Herzmuskels abstirbt. Ursache hierfür ist ein plötzlicher Verschluss einer Herzkranzarterie.
  2. Schlaganfall
    Dauerhafte Schädigung des Gehirns durch einen nach einer Gehirnblutung, Thrombose oder Embolie erlittenen Hirninfarkt, der aufgrund entsprechender bildgebender Diagnostik (Computertomographie, Kernspintomographie) durch die Diagnose eines Arztes für Neurologie / Psychiatrie nachgewiesen wird. Ein dauerhafter Verlust neurologischer Fähigkeiten ist ebenfalls ärztlich nachzuweisen. Ausgeschlossen sind transitorische ischmische Attacken (TIA).
    Vereinfachte Erläuterung
    Das Gehirn kontrolliert alle Funktionen des Köpers. Verletzungen in diesem Bereich können daher ernsthafte Auswirkungen haben. Ein Schlaganfall (auch Hirninfarkt) tritt auf, wenn das Gehirn stark durch interne Blutungen geschädigt wurde bzw. wenn die Blut- und Sauerstoffversorgung durch eine verstopfte Arterie unterbunden ist und es somit zu einer akuten Blutleere kommt. Eine transitorische ischmische Attacke (TIA) ist eine Durchblutungsstörung von kurzer Dauer. Die Symptome bilden sich folgenlos innerhalb von 24 Stunden zurück
  3. Krebs
    Ein bösartiger Tumor, für den unkontrolliertes Wachstum, die Aussaat von Tumorzellen mit Einwanderung in umliegendes Gewebe und die Zerstörung von gesundem Gewebe charakteristisch sind. Hierunter fallen auch Leukämie und Lymphknotenkrebs (Lymphom).
    Ausgeschlossen sind:
    • nicht invasive Carcinoma-in-situ;
    • alle Hautkrebserkrankungen; maligne Melanome mit einer Tumordicke von mehr als 1,5 mm nach Breslow oder Clark Level 3 sind jedoch versichert;
    • Gebärmutterhalskrebs CIN-1, CIN-2, CIN-3;
    • frühes Stadium des Prostatakarzinom (TNM Klassifikation: T1).
    Die Diagnose muss aufgrund einer Gewebshistologie durch einen Arzt für Onkologie nachgewiesen werden. Es besteht kein Versicherungsschutz für Krebs, der innerhalb der ersten drei Monate nach Versicherungsbeginn bzw. nach Erhöhung des Schutzes, bezogen auf den erhöhten Teil, diagnostiziert wird.
    Vereinfachte Erläuterung
    Der Begriff Krebs umfasst alle Arten maligner (bösartiger) Tumore, die in der Lage sind, Krebszellen zu streuen. Im Gegensatz dazu gibt es sogenannte gutartige Tumore ohne Streutendenz. Maligne Tumore können schnell wachsen, umliegendes Gewebe befallen, und die Krebszellen können über Blutkreislauf und Lymphsystem in andere Bereiche des Köpers vordringen. Tumore setzen ihr Wachstum fort, wenn sie nicht zerstört oder entfernt werden.
  4. Bypass-Operation der Herzkranzgefäße
    Operation am offenen Herzen zur Beseitigung von Verengungen und Verschlüssen einer oder mehrerer Herzkranzgefäße mittels Anlage von Bypassgefäßen. Die medizinische Notwendigkeit der Operation muss von einem Kardiologen nach den Regeln der deutschen Gesellschaft für Kardiologie bzw. den entsprechenden in einem anderen anerkannten Staat angewandten Regeln bestätigt und durch eine Angiographie nachgewiesen werden.
    Vereinfachte Erläuterung
    Eine Bypass-Operation ist erforderlich, wenn eine oder mehrere Arterien, welche das Herz mit Blut versorgen, verengt oder verstopft sind. Bei dem Eingriff wird nach medizinischer Praxis (Stand 2002) eine Vene aus dem Oberschenkel des Patienten entnommen und dazu genutzt, das Blut an der blockierten Stelle des Herzens vorbei zu leiten.
  5. Angioplastie am Herzen
    Behandlung zur Korrektur von zwei oder mehreren zu mindestens 70 % verengten Herzkranzgefäßen. Die medizinische Notwendigkeit der Behandlung muss von einem Kardiologen nach den Regeln der deutschen Gesellschaft für Kardiologie bzw. den entsprechenden in einem anderen anerkannten Staat angewandten Regeln bestätigt und durch eine Angiographie nachgewiesen werden.
    Beispiele eingeschlossener Behandlungen sind:
    • Percutane transluminale Coronarangioplastie (PTCA)
    • Implantation von Metallgeflechten (Stents)
    • Atherektomie
    • Ballondilatation und Rotarablation
    • Laser
    Sofern einer der o.g. Eingriffe erforderlich ist, um ein zu mindestens 70 % verengtes Herzkranzgefäß zu erweitern, erbringen wir für die versicherte Person eine Teilzahlung in Höhe des geringeren Betrags von:
    a) 10.000 oder
    b) 50% der versicherten Leistung für schwere Krankheiten.
    Vereinfachte Erläuterung
    Mit verschiedenen Techniken können Herzkranzgefäße erweitert werden. Hierdurch ist es möglich, Ablagerungen an den Gefäßwänden zu entfernen und die Arterie möglichst dauerhaft für das Blut wieder durchgängig zu machen.
  6. Aortenplastik
    Operativer Eingriff an der thorakalen oder abdominalen Aorta aufgrund einer lebensgefährlichen Gefäßerkrankung. Die medizinische Notwendigkeit des Eingriffs aus diesem Grund muss von einem Kardiologen nach den Regeln der deutschen Gesellschaft für Kardiologie bzw. den entsprechenden in einem anderen anerkannten Staat angewandten Regeln bestätigt werden. Beispiele versicherter Eingriffe sind Eingriffe an der Aortenbifurkation, chirurgisches Einbringen von Gefäßprothesen bei Aortenaneurysma oder Aortendissektion. Ausgeschlossen sind das Einbringen von minimal invasiven Stents und Eingriffe an den Seitenästen der Aorta.
    Vereinfachte Erläuterung
    Die Aorta ist die Hauptschlagader des Köpers und liegt im Brustkorb bzw. Bauchraum. Sie versorgt über von ihr abgehende Arterien den gesamten Körper mit sauerstoffüreichem Blut. Die Aorta kann durch Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose), die sich an den Gefäßwänden ablagern, verengt sein. Ausbuchtungen der Gefäßwände (sog. Aneurysmen) können eine Erweiterung der Aorta verursachen, was ebenfalls eine operative Behandlung erforderlich macht.
  7. Herzklappenoperation
    Durchführung einer Operation am offenen Herzen zur Wiederherstellung oder zum Ersatz einer oder mehrerer Herzklappen. Die Operation muss durch einen Kardiologen nach den Regeln der deutschen Gesellschaft für Kardiologie bzw. den entsprechenden in einem anderen anerkannten Staat angewandten Regeln nachgewiesen werden.
    Vereinfachte Erläuterung
    Wenn eine Herzklappe nicht richtig funktioniert, weil sie verengt ist oder nicht vollständig schließt, kann eine Operation erforderlich sein. Hierbei wird die betroffene Herzklappe wiederhergestellt bzw. durch eine künstliche Herzklappe ersetzt.
  8. Erkrankung des Herzmuskels (Kardiomyopathie)
    Schwere Störung der Pumpfunktion des Herzens aufgrund entweder einer Erweiterung der Herzhöhlen (dilatative Kardiomyopathie) oder einer Zunahme der Herzwanddicke (hypertrophische Kardiomyopathie). Es müssen trotz optimaler medikamentöser Therapie schwere Zeichen einer Herzleistungsschwäche vorliegen (physische Einschränkung von mindestens Klasse IV gem NYHA*). Die Diagnose muss durch einen Kardiologen nach den Regeln der deutschen Gesellschaft für Kardiologie bzw. den entsprechenden in einem anderen anerkannten Staat angewandten Regeln nachgewiesen werden.
    *NYHA = New York heart association
    Vereinfachte Erläuterung
    Kardiomyopathie ist ein ernstzunehmender Zustand oft unbekannter Ursache, wobei der Herzmuskel nicht mehr in der Lage ist, Blut effektiv durch den Körper zu pumpen. Manchmal ist dieser Zustand nur vorübergehend, in einigen Fällen entwickelt sich jedoch eine andauernde Herzschwäche. Eine permanente Kardiomyopathie kann nicht geheilt werden und verschlimmert sich mit der Zeit. Symptome sind Kurzatmigkeit bei geringer Anstrengung, Brustschmerzen und ein allgemeines Schwächegefühl
  9. Transplantation von Hauptorganen
    Erfolgte vollständige Transplantation bzw. offizielle Registrierung auf der Warteliste für Transplantationen für Herz, Lunge, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse oder Knochenmark. Die medizinische Notwendigkeit der Transplantation muss von einem Facharzt nach den einschlägigen medizinischen Regeln bestätigt werden und die versicherte Person Empfängerin sein. Ausgeschlossen sind Stammzelltransplantationen.
    Vereinfachte Erläuterung
    Schwere Erkrankungen oder Verletzungen können Organe so stark schädigen, dass eine Behandlung nur durch die Entfernung des kranken und die Transplantation eines gesunden Organs möglich ist. Für viele Organe bestehen lange Wartelisten, da nicht ausreichend Transplantate zur Verfügung stehen.
  10. Nierenversagen
    Endgültiges nicht mehr zu behebendes Versagen beider Nieren aufgrund dessen eine regelmäßige Dialyse durchgeführt werden muss. Die Diagnose muss durch einen Arzt für Nephrologie nachgewiesen werden.
    Vereinfachte Erläuterung
    Aufgabe der Nieren ist es, Abfallstoffe aus dem Blut zu filtern. Wenn die Nieren nicht richtig funktionieren, sammeln sich die Abfallstoffe im Körper an, was zu lebensbedrohlichen Gesundheitsproblemen führen kann. Sofern eine Niere ausfällt, kann die zweite Niere die Aufgabe mit übernehmen. Sobald aber beide Nieren nicht mehr in der Lage sind, das Blut zu filtern, muss diese Aufgabe durch eine Dialysemaschine übernommen werden bzw. ist eine Organtransplantation erforderlich.
  11. Fortgeschrittene Lebererkrankung
    Endstadium einer Lebererkrankung oder Diagnose einer Leberzirrhose. Es müssen dabei mindestens zwei der folgenden Krankheitsbilder vorliegen:
    • Hepatische Enzephalopathie
    • Unkontrollierbarer Aszites (Wasserbauch)
    • Permanente Gelbsucht
    • Varizen (Krampfadern) in der Speiseröhre oder im Magen
    Die Diagnose muss durch einen Arzt für Gastroenterologie nachgewiesen werden.
    Vereinfachte Erläuterung
    Eine fortgeschrittene Lebererkrankung hat das Versagen der meisten oder sogar aller Leberfunktionen zur Folge. Charakteristische Anzeichen für diese Erkrankung sind die oben erwähnten Symptome. Gelbsucht lässt die Haut gelblich erscheinen und ist üblicherweise ein Anzeichen für eine nicht richtig funktionierende Leber. Wasserbauch beschreibt eine Flüssigkeitsansammlung im Bauchbereich. Unter der hepatischen Enzephalopathie versteht man Bewußtseinsstörungen und Persönlichkeitsveränderungen als Folge des Leberversagens.
  12. Fortgeschrittene Lungenerkrankung (inklusive schwerem Emphysem)
    Endstadium einer Lungenerkrankung, die zur chronisch respiratorischen Insuffizienz führt. Die Diagnose muss aufgrund folgender Befunde durch einen Arzt für Lungenkrankheiten nachgewiesen werden:
    • Eine ununterbrochene Sauerstoffversorgung wegen Hypoxie
    • FEV1 (Forciertes expiratorisches Volumen in der 1. Sekunde = Tiffenau-Test) beträgt dauerhaft weniger als 1 Liter
    • Ruhedyspnoe
    • Arterielle Blutgasanalyse mit partiellem Sauerstoffdruck von 55 mm Hg oder weniger (Pa02< 55mm Hg)
    Vereinfachte Erläuterung
    Bei der sogenannten chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung kommt es zu einer Verengung großer Bereiche der Atemwege, was vor allem beim Ausatmen zu einem erhöhten Atemwegswiderstand führt. Eine Folge kann die Ausbildung eines Emphysems sein, d.h. der normale Aufbau der Lunge ist zerstört und es kommt zu einer Lungenblähung
  13. Chronische rezidivierende Bauchspeicheldrüsenentzündung
    Fortschreitende Zerstörung der Bauchspeicheldrüse durch gesicherte Episoden einer akuten interstitiellen Pankreatitis. Die Diagnose muss durch einen Arzt für Innere Krankheiten nachgewiesen werden.
    Vereinfachte Erläuterung
    Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung ist eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse die den teilweisen oder kompletten Verlust des Organs zur Folge hat. Die Symptome gehen einher mit schweren Verdauungsstörungen, Gewichtsverlust und Störung des Zuckerstoffwechsels bis hin zur Zuckerkrankheit.
  14. Querschnittslähmung
    Vollständiger und dauerhafter motorischer und sensibler Verlust der Gebrauchsfähigkeit zweier oder mehrerer Körperglieder mit Schädigung des Rückenmarks oder Hirns, der durch die Diagnose eines Arztes für Neurologie nachgewiesen werden und Hemiplegie, Tetraplegie oder Paraplegie beinhalten muss.
    Vereinfachte Erläuterung
    Das Gehirn kontrolliert die Muskelbewegungen des Köpers, indem es Nervenreize durch das Rückenmark und anschließende Nerven sendet. Durch eine Verletzung des Rückenmarks wird diese Verbindung unterbrochen, was eine Lähmung zur Folge hat. Es gibt verschiedene Arten von Lähmungen, je nachdem, welche Bereiche des Köpers betroffen sind, z.B. Hemiplegie (Lähmung der rechten oder linken Körperhafte), Paraplegie / tiefe Querschnittslähmung (Lähmung der Beine und der unteren Körperhafte), Tetraplegie / hohe Querschnittslähmung (Lähmung, die beide Arme und Beine betrifft).
  15. Kinderlähmung (Poliomyelitis)
    Infektion mit dem Poliovirus mit Beeinflussung von Atmung oder Motorik, die zu einer dauerhaften paralytischen Erkrankung geführt hat. Die Diagnose muss durch einen Arzt für Neurologie nachgewiesen werden.
    Vereinfachte Erläuterung
    Kinderlähmung ist eine akute infektiöse Erkrankung, die sich durch Muskellähmung aufgrund einer Zerstörung von Zellen im Rückenmark oder Hirnstamm auszeichnet. Bedingt durch die auftretenden Lähmungen, die eine oder mehrere Extremitäten oder Muskelgruppen betreffen, kann es zu Muskelschwund mit anschließender Deformation kommen, wenn keine Heilung zu erzielen ist. In fürüheren Zeiten war diese Krankheit die häufigste Ursache einer Lähmung bei Kindern und wurde aus diesem Grund als Kinderlähmung bezeichnet.
  16. Verlust von Gliedmaßen
    Vollständige und nicht wieder herzustellende Abtrennung von zwei oder mehr Gliedmaßen oberhalb des Hand- oder Fußgelenks. Hierunter fällt auch die nicht wieder herzustellende Abtrennung eines Armes und eines Beines oder beider Arme oder beider Beine oberhalb des Hand- oder Fußgelenks. Im Falle des vollständigen und dauerhaften Verlusts der Funktion eines Armes oder Beines bzw. der nicht wiederherzustellenden Abtrennung einer Gliedmaße der versicherten Person oberhalb des Hand- oder Fußgelenks, erbringen wir für die versicherte Person eine Teilzahlung in Höhe des geringeren Betrags von:
    a) 20.000 oder
    b) 50% der versicherten Leistung für schwere Krankheiten.
  17. Multiple Sklerose
    Diagnose einer Multiplen Sklerose durch einen Arzt für Neurologie / Psychiatrie, wobei die Erkrankung mehr als einen Schub von klar definierten und multiplen neurologischen Störungen verursacht, die ausgelöst sind durch Demyelinisierung des Gehirns und Rückenmarks. Es muss weiterhin durch die Diagnose nachgewiesen werden, dass für einen ununterbrochenen Zeitraum von sechs Monaten neurologische Symptome vorliegen, die eine Kombination von Beeinträchtigungen des Sehnervs, des Hirnstamms, Rückenmarks und der Koordination der sensorischen Funktionen beinhalten.
    Sollte aufgrund der Diagnose nur der in Satz 1 des vorstehenden Absatzes genannte Gesundheitszustand, nicht aber die zusätzliche Diagnose gem des dortigen Satz 2 nachgewiesen werden, erbringen wir für die versicherte Person eine Teilzahlung in Höhe des geringeren Betrags von:
    a) 20.000 oder
    b) 50% der versicherten Leistung für schwere Krankheiten.
    Vereinfachte Erläuterung
    Multiple Sklerose ist eine fortschreitende Erkrankung des zentralen Nervensystems, wobei die die Nervenfaser umgebende Schutzschicht (Myelin) in Gehirn und Rückenmark zerstört wird. Die auftretenden Symptome sind verschieden, je nachdem, welcher Bereich des Gehirns oder Rückenmarks betroffen ist. Der Verlauf der Erkrankung variiert deutlich. Beispiele neurologischer Symptome sind Koordinationsprobleme, Gangunsicherheit und Störung von Blasen- und Schliessmuskelfunktion.
  18. Muskeldystrophie
    Diagnose einer Muskeldystrophie durch einen Arzt für Neurologie / Psychiatrie, bei der alle der folgenden Kriterien nachgewiesen werden müssen:
    • Klinisches Erscheinungsbild, keine sensorischen Störungen, normaler Liquorbefund und leichte Einschränkung der Sehnenreflexe
    • Charakteristisches Elektromyogramm
    • Klinischer Verdacht bestätigt durch eine Muskelbiopsie
    Vereinfachte Erläuterung
    Muskeldystrophie ist eine Gruppe erblicher Muskelerkrankungen mit langsamer, fortschreitender Degeneration, die zu zunehmender Schwächung und Behinderung des Patienten führt
  19. Motor - Neurone - Erkrankung
    Diagnose einer Motor - Neurone - Erkrankung durch einen Arzt für Neurologie / Psychiatrie. Der dauerhafte Verlust neurologischer Fähigkeiten muss durch die Diagnose nachgewiesen werden.
    Vereinfachte Erläuterung
    Bei der Motor- Neurone- Erkrankung handelt es sich um eine Erkrankung der Nervenzellen des zentralen Nervensystems im Rückenmark, die für die Fähigkeit zur Bewegung zuständig sind. Die Nerven bilden sich zurück und es kommt nachfolgend zu einer Verkümmerung der Muskeln. Beispiele typischer und relevanter neurologischer Ausfälle sind Gesichtslähmungen, Lähmungen an Hand oder Bein, Unterarm und Halbseitenlähmungen
  20. Schwere rheumatoide Arthritis
    Ausgedehnte Gelenkzerstörung mit größeren klinischen Deformierungen in mindestens drei der folgenden Gelenksregionen: Schulter-, Hüft-, Knie-, Handgelenke, Ellenbogen, Halswirbelsäule, Fußgelenke, Metatarsophalangeal-Gelenke der Fe. Die Diagnose muss durch einen Arzt für Rheumatologie nachgewiesen werden.
    Ferner konnten nach ärztlicher Bestätigung mindestens drei der folgenden Aktivitäten des täglichen Lebens in den abgelaufenen 6 Monaten ununterbrochen nicht ohne Hilfestellung einer dritten Person ausgeführt werden:
    • Baden und Duschen
    • Be- und Entkleiden
    • Essen und Trinken
    • Sich selbständig von einem Zimmer zum anderen bewegen
    • Toilette benutzen
    • Zubettgehen und Aufstehen
  21. Abhängigkeit von einer dritten Person
    Bestätigung eines Facharztes über den Verlust der selbständigen Existenz vor dem 65. Geburtstag, welcher dazu führte, dass mindestens drei der folgenden Aktivitäten des täglichen Lebens in den abgelaufenen 6 Monaten ununterbrochen nicht ohne Hilfestellung einer dritten Person ausgeführt werden konnten:
    • Baden und Duschen
    • Be- und Entkleiden
    • Essen und Trinken
    • Sich selbständig von einem Zimmer zum anderen bewegen
    • Toilette benutzen
    • Zubettgehen und Aufstehen
  22. Gutartiger Hirntumor
    Nicht bösartiger Tumor des Hirns oder der Hirnanhangdrüse. Die medizinische Notwendigkeit einer Operation des Tumors oder, falls inoperabel, das Vorliegen dauerhafter neurologischer Störungen muss durch die Diagnose eines Arztes für Neurologie nachgewiesen werden. Zysten, Granulome, Neurinome, Abszesse, Malformationen (Missbildungen) innerhalb oder außerhalb der Arterien oder Venen des Gehirns sowie Hämatome und Tumore der Wirbelsäule sind ausgeschlossen.
    Vereinfachte Erläuterung
    Ein gutartiger Tumor ist gekennzeichnet durch ein nicht krebsartiges abnormales Gewebewachstum. Ein solcher Tumor im Gehirn ist sehr ernst zu nehmen, auch wenn er nicht krebsartig ist. Der wachsende Tumor kann Druck auf andere Bereiche des Gehirns ausüben und daher lebensbedrohlich sein, wenn er nicht entfernt wird.
  23. Bakterielle Meningitis
    Entzündung der Hirnhäute oder der Rückenmarkshäute, die zu einer mindestens drei Monate andauernden neurologischen Schädigung (z.B. Sprachstörungen, Halbseitenlähmung) führt. Die Diagnose muss durch einen Arzt für Neurologie und durch eine Untersuchung der zerebrospinalen Flüssigkeit (Liquor) nachgewiesen werden.
    Vereinfachte Erläuterung
    Meningitis ist eine Entzündung der harten oder weichen Hirnhaut sowie der Rückenmarkshäute Die Infektion kann durch Bakterien, Viren, Protozoen (meist tropische Parasiten) oder Pilze verursacht sein. Allgemein ist die Erkrankung als Hirnhautentzündung bekannt.
  24. Fortgeschrittene Alzheimer Krankheit (vor Alter 65)
    Die Erkrankung muss vor dem 65. Geburtstag zum Verlust von geistiger und sozialer Kompetenz sowie zur Notwendigkeit einer ständigen Beaufsichtigung führen. Die Diagnose muss durch einen Arzt für Neurologie und durch standardisierte Tests und Fragebögen für Morbus Alzheimer nachgewiesen werden.
    Vereinfachte Erläuterung
    Charakteristisch für eine Alzheimer-Erkrankung ist der fortschreitende Verlust von Erinnerungsvermögen Orientierung, Urteilsvermögen und Intelligenz. Der Verlauf der Erkrankung ist nicht aufzuhalten. Symptome zeigen sich in einer Verminderung der Gehirngröße und einem Verlust von Nervenzellen im Gehirn.
  25. Enzephalitis
    Schwere Entzündung des Hirngewebes, die zu einer mindestens 3 Monate andauernden neurologischen Störung (z. B. Sprachstörungen) geführt hat. Diese Schädigung muss durch einen Arzt für Neurologie nachgewiesen werden.
    Vereinfachte Erläuterung
    Enzephalitis ist eine Entzündung der grauen bzw. weißen Substanz des Hirngewebes oder des gesamten Gehirns und wird verursacht durch Bakterien, Viren oder Protozoen (meist tropische Parasiten).
  26. Fortgeschrittene Parkinsonsche Krankheit
    Diagnose einer idiopathischen Parkinsonschen Krankheit durch einen Arzt für Neurologie / Psychiatrie. Ferner konnten nach ärztlicher Bestätigung trotz optimaler Therapie mindestens drei der folgenden Aktivitäten des täglichen Lebens in den abgelaufenen 6 Monaten ununterbrochen nicht ohne Hilfestellung einer dritten Person ausgeführt werden:
    • Baden und Duschen
    • Be- und Entkleiden
    • Essen und Trinken
    • Sich selbständig von einem Zimmer zum anderen bewegen
    • Toilette benutzen
    • Zubettgehen und Aufstehen
    Vereinfachte Erläuterung
    Eine idiopathische Parkinsonsche Erkrankung ist eine langsam fortschreitende Erkrankung des Nervensystems, die ohne erkennbare Ursache aufgetreten ist. Charakteristische Anzeichen sind das Schütteln von Kopf und Gliedmaßen, eine Versteifung der Gesichtsmuskeln, die das Gesicht maskenhaft erscheinen lassen, sowie eine bestimmte vornüber gebeugte Körperhaltung
  27. Schwere Kopfverletzung
    Eine Kopfverletzung mit schwerer Hirnschädigung, die zu dauerhaften neurologischen Ausfällen oder zu dem dauerhaften Verlust der intellektuellen Fähigkeit führt. Die Diagnose muss von einem Arzt für Neurologie / Psychiatrie nachgewiesen werden.
  28. Koma
    Versagen der Hirnfunktion, das zu einem Zustand tiefer Bewußtlosigkeit ohne Reaktion auf externe Reize führt. Der Zustand muss mindestens 96 Stunden unter dauerndem Einsatz von lebenserhaltenden Systemen bestehen. Die Diagnose muss durch einen Arzt für Neurologie / Psychiatrie nachgewiesen werden. Ein ärztlich verordnetes künstliches Koma ist ausgeschlossen.
    Vereinfachte Erläuterung
    Koma beschreibt einen Zustand tiefer Bewusstlosigkeit. Ein im Koma befindlicher Patient ist unfähig, auf irgendeine Form physikalischer Stimulation zu reagieren bzw. Kontrolle über die eigenen Körperfunktionen auszuüben. Es gibt verschiedene Komatiefen, abhängig von der Reaktionsfähigkeit auf äußere Reize. Ein Koma kann durch eine Schädigung oder Störung bestimmter Bereiche des Gehirns verursacht sein, welche Bewusstseinsaktivitäten kontrollieren und aufürecht erhalten. So kann ein Koma beispielsweise die Folge einer Kopfverletzung, eines wachsenden Gehirntumors oder eines Abszesses bzw. zerrissenen Blutgefäß sein, welches eine Gehirnblutung ausgelöst hat.
  29. Schwere Verbrennungen
    Verbrennungen dritten Grades an mindestens 20 % der Körperoberfläche. Die Diagnose muss durch einen leitenden Abteilungsarzt einer Klinik oder eines Krankenhauses nachgewiesen werden.
    Vereinfachte Erläuterung
    Es gibt drei verschiedene Verbrennungsgrade (erster, zweiter und dritter Grad). Der Grad der Verbrennung richtet sich nach dem Umfang des Schadens, der an der Haut angerichtet wurde.
    Erstgradige Verbrennungen schädigen die Hautoberfläche (beispielsweise ein starker Sonnenbrand).
    Zweitgradige Verbrennungen schädigen tiefere Hautschichten, heilen jedoch in den meisten Fällen ohne Narbenbildung ab. Die schlimmsten Verbrennungen sind die des dritten Grades, weil diese die gesamte Hautschicht zerstören
  30. Taubheit
    Der endgültige und vollständige Verlust des Hörvermögens für alle Töne auf beiden Ohren, der nicht durch medizinische oder technische Maßnahmen verbessert werden kann. Die Diagnose muss durch einen Arzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde nachgewiesen werden.
  31. Blindheit
    Der endgültige und vollständige Verlust des Sehvermögens beider Augen, der nicht durch medizinische oder optische Maßnahmen verbessert kann. Die Diagnose muss durch einen Arzt für Augenheilkunde nachgewiesen werden.
  32. Sprachverlust
    Der endgültige und vollständige Verlust der Fähigkeit zu sprechen, der nicht durch medizinische oder technische Maßnahmen verbessert werden kann. Der Sprachverlust muss für einen ununterbrochenen Zeitraum von 2 Monaten angedauert haben. Die Diagnose muss durch einen Arzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde nachgewiesen werden und eine Schädigung oder Erkrankung der Stimmbänder muss vorliegen. Alle psychiatrischen Ursachen sind ausgeschlossen.
  33. Systemischer Lupus Erythematodes
    Diagnose eines systemischen Lupus Erythematodes mit Beeinträchtigung des Herzens, des zentralen Nervensystems oder der Nieren. Die Diagnose muss durch einen Arzt für Rheumatologie unter Anwendung der internationalen Kriterien des American College of Rheumatology (Revised Criteria for Classification of Systemic Lupus Erythematodes) nachgewiesen werden. Diskoider Lupus Erythematodes ist ausgeschlossen.
    Vereinfachte Erläuterung
    Systemischer Lupus Erythematodes ist eine chronische und von Rückfällen geprägte Krankheit des Immunsystems, die eine Entzündung der Gelenke und Blutgefäße verursacht. Sie kann zu starken Schädigungen an Nieren, Leber und Gehirn führen und tritt üblicherweise gemeinsam mit einer Hautreaktion auf. Diskoider Lupus ist allgemein auf die Haut beschränkt und gutartig. American College of Rheumatology revised criteria for classification of Systemic Lupus Erythematodes bedeutet auf Deutsch bearbeitete Kriterien zur Klassifikation des systemischen Lupus erythematodes des amerikanischen Instituts für Rheumatologie.
  34. HIV-Infektion durch Bluttransfusion
    Infektion mit dem HI-Virus oder Diagnose von Aids durch die Verabreichung einer infizierten Bluttransfusion nach Abschluss des Versicherungsvertrags. Die Serokonversion muss innerhalb von 6 Monaten nach der Transfusion erfolgt sein. Die Institution, welche die Bluttransfusion veranlasst hat, muss eine offiziell registrierte und von den Gesundheitsbehörden anerkannte und für Bluttransfusionen autorisierte Institution sein. Der Sachverhalt muss von einem Facharzt für Labormedizin bestätigt werden.
    Vereinfachte Erläuterung
    Human immunodeficiency virus (HIV) ist allgemein bekannt als das Virus, welches das Acquired immune deficiency syndrom (AIDS) auslst. Das Virus wird vor allem auf sexuellem Weg, aber auch durch Kontakt mit infiziertem Blut übertragen
  35. HIV-Infektion erworben als Folge bestimmter beruflicher Tätigkeiten
    Die HIV-Infektion muss nach Versicherungsbeginn
    • durch eine Verletzung oder
    • durch Umgang mit Blut oder einer bluthaltigen Körperflüssigkeit

    während der Ausübung der Berufstätigkeit (Vorfall) in den nachstehend aufgeführten Berufen erworben sein:
    • Ärzte und Zahnärzte
    • Medizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten
    • Krankenschwestern und Pfleger
    • Arzthelferinnen und Helfer
    • Zahnarzthelferinnen und Helfer
    • Sanitäter
    • Personal in medizinischen Labors
    • Polizisten und Angehörige des Bundesgrenzschutzes
    • Feuerwehrleute und Angehörige der füreiwilligen Feuerwehr
    • Gefängnispersonal
    • Hebammen
    • Wäschereipersonal im Krankenhaus
    • Krankenhaushilfspersonal
    • Reinigungspersonal im Krankenhaus
    • Personal bei Beerdigungsinstituten

    Zusätzlich müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

    • Die versicherte Person muss innerhalb von 36 Stunden nach dem Vorfall einen Bluttest durchführen lassen, der das Nichtvorhandensein von HI-Viren oder von Antikörpern auf HI-Viren anzeigt. Die Bestätigung dieses Bluttests und die Umstände des Vorfalls müssen uns innerhalb von 10 Tagen nach dem Vorfall gemeldet werden.
    • Der Nachweis der Infektion durch HI-Viren oder der Gegenwart von HIV-Antikörpern im Blut muss innerhalb von 6 Monaten nach dem Vorfall erfolgen.
    • Der Vorfall sowie die HIV-Infektion müssen nach den üblichen berufsgenossenschaftlichen oder anderen für die Berufsgruppe verbindlichen Verfahren gemeldet und anerkannt worden sein.
  36. Aplastische Anmie (Blutbildungsstörung)
    Dauerhaftes Versagen der Blutbildung des Knochenmarks, das zu Anämie, Neutropenie und Thrombopenie führt, die mindestens eine der folgenden Behandlungen erforderlich machen:
    • Blutbestandteilübertragung
    • Knochenmarktransplantation
    • Immunsystemunterdrückende Behandlung
    • Knochenmarkstimulierende Medikamente
    Die Diagnose und entsprechende Behandlung müssen durch einen Arzt für Hämatologie nachgewiesen werden.
    Vereinfachte Erläuterung
    Anämie (Verminderung der roten Blutkörperchen), Neutropenie (Verminderung der weißen Blutkörperchen) und Thrombopenie (Verminderung der Blutplättchen) sind Bezeichnungen für eine Verminderung der Zellen im Blut. Ohne Behandlung führt diese Erkrankung zum Tod.

 

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