Anbieter müssen ihre Anlageprodukte von einer Behörde zertifizieren lassen. Für die zertifizierten Anlageprodukte gibt es eine staatliche Förderung, ein Gütesiegel stellt das Zertifikat aber nicht dar. Es ist auch nicht gesagt, dass es trotz staatlicher Förderung die beste und rentierlichste Altersvorsorge ist. Gerade die vielen Anforderungen, die die Produkte erfüllen müssen, nagen an der Rendite.
Die Kriterien für die Förderfähigkeit hat der Gesetzgeber im Altersvermögensgesetz festgelegt.

  1. In der Ansparphase werden laufend freiwillige Aufwendungen erbracht (Eigenbeiträge)
  2. Leistungen werden nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres oder dem Beginn einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit erbracht.
  3. Vom Vertragsanbieter wird zugesagt, dass zu Beginn der Auszahlungsphase zumindest die eingezahlten Beiträge zur Verfügung stehen.
  4. Ausgezahlt werden soll in Form einer lebenslangen gleich bleibenden oder steigenden monatlichen Leibrente oder im Rahmen eines Auszahlungsplans mit anschließender lebenslanger Teilkapitalverrentung (siehe nächsten Punkt) vorgenommen.
  5. Ein Auszahlungsplan muss von Beginn an (frühestens ab dem 60. Lebensjahr) in gleich bleibenden oder steigenden monatlichen Raten bis zur Vollendung des 85. Lebensjahres aufgestellt werden. Mit Beginn der Auszahlungsphase muss ein Mindestanteil des Kapitals (gestaffelt nach Eintrittsalter 60 bis 65 Jahre) für eine lebenslange Leibrente nach Vollendung des 85. Lebensjahres zurückgestellt werden.
  6. Sonderzahlungen in dem Vertrag sollen möglich sein, um den Sonderausgabenabzug auszunutzen.
  7. Die Beiträge und Erträge aus dem Vertrag dürfen nur in solchen Produkte angelegt werden, bei denen so genannte Derivatgeschäfte (zur Absicherung von Kursrisiken) nur abgeschlossen werden dürfen, wenn diese der Absicherung des Fondsvermögens oder dem späteren Erwerb von Wertpapieren dienen.
  8. Die Abschluss- und Vertriebskosten sollen über einen Zeitraum von zehn Jahren gleichmäßig verteilt werden, es sei denn sie werden als Prozentsatz von den Beiträgen abgezogen.
  9. Der Vertragsanbieter muss sich verpflichten, jährlich ausführlich über den Stand der Vermögensentwicklung informieren.
  10. Der Vertragsnehmer hat das Recht, den Vertrag ruhen zu lassen oder ihn mit Drei-Monats-Frist zum Quartalsende zu kündigen, um den Anbieter zu wechseln.
  11. Die Abtretung oder Übertragung von Forderungen oder Eigentumsrechten an Dritte ist ausgeschlossen.
  12. Förderfähig sind auch Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds. Zur Erstellung oder zum Erwerb von selbst genutztem inländischen Wohneigentum kann ein Betrag zwischen 10.000 und 50.000 Euro aus dem Altersvorsorgevertrag entnommen werden. Auch ist die Umstellung früher geschlossener Verträge auf einen Altersvorsorgevertrag möglich, wenn die Kriterien (Ausnahme: Verteilung der Abschlusskosten) erfüllt werden.

 

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